Ein Brückenschlag, der bis nach Dresden reichte, war damals die Hit-Parade von Radio Luxemburg. Dieses Buch baut auch eine Brücke. Geschrieben an den Ufern des Mains in Frankfurt, rhythmisch vorangetrieben von dem aus Berlin stammenden, in Hessen aufgewachsenen deutschen Rock’n’Roller Ted Herold – über viele Brücken und Flüsse kehrt Bergmann an die Elbe zum Blauen Wunder zurück und schildert eine Jugendzeit in der unruhigen DDR im Frühjahr 1961, vor dem Bau der Berliner Mauer.
Das Tanzlokal DER ROTE KAKADU im Parkhotel ist ein Treffpunkt der Jugend, die Jazz und Rock’n’Roll hören will. Musik bietet keine Flucht, um abzuschalten, Musik liefert die Energie, um Widerstand zu leisten und der täglichen Bevormundung durch Elternhaus, Schule, FDJ und Politik zu trotzen. Hans Brettschneider alias Johnny kämpft um Bruni, die es ihm alles andere als leicht macht, und das Abitur will auch bestanden sein. Obendrein hat Freund Achim tollkühne Pläne, die alles in Frage stellen ...
»...
ein schönes Stück Zeitgeschichte. Unprätentiös und mit
einem Augenzwinkern nimmt der Autor hier Abschied von seiner Jugend –
eine köstliche Frühlingslektüre für alle Dredner im ›Kakadu-Fieber‹.«
Regine Hempel, »Dresdner
Kulturmagazin«, April 2006
»Alles
in allem ist das solide ... Werk Bergmanns recht unterhaltsam. Der Lokalkolorit
ist hoch, das erhöht den Lesereiz vor allem für Leser beträchtlich,
die diese Zeit ... noch bewusst erlebt haben.«
Dresdner Neueste Nachrichten, 11./12. Februar
2006
»Bergmann
wählt für seinen Roman nicht nur die Rechtschreibung sondern auch
die Sprache der DDR der frühen sechziger Jahre. Ein Glossar mit Begriffen
und Abkürzungen, sowie Straßennamen damals und heute erleichtern
den Zugang zum Text. Manchmal wünscht man sich der Detailverliebtheit
des Autors in die Dresdner Topographie wegen auch noch einen Stadtplan. [...]
Richtig spannend jedoch wird das Buch gegen Schluss, wenn Johnny ohne Freunde
und Familie ganz allein den für ihn alles entscheidenden Entschluss trifft.«
Szyllas
Lesezeichen
»›Der Rote Kakadu‹ war Jahrzehnte lang Treffpunkt der Jugend, seit
der Gründung der DDR 1949 der Inbegriff für ein kleines Stück
selbstbestimmte Freiheit in einer von sozialistischen Ideologien eingezwängten
Gesellschaft. Regisseur Dominik Graf hat ihm ein filmisches Denkmal gesetzt,
Rolf Bergmann hat es literarisch getan.«
Mannheimer Morgen, 22. Februar 2006
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